Essen kochen

Der Weg hat es in sich, aber ich mag ihn. Ich komme durch ihn mehr zur Ruhe, komme mehr bei mir an. So entdecke ich wirklich das Kochen für mich. Und das war nicht immer so. Da war es mehr eine Pflicht, eine Angst, nicht zu genügen. Dabei war ich schon immer eine gute Köchin. Das wurde mir auf jeden Fall immer so gesagt. Ich stand dann aber dennoch eine ziemlich lange Zeit hinweg immer (mal weniger, aber ziemlich oft mehr :-)) ziemlich unsicher neben dem Herd und habe „fingernägelkauenderweise“ (nicht wirklich, aber im übertragenden Sinne schon) dem Urteil entgegengesehen, welches aber zu allermeist sehr, sehr positiv ausgefallen ist. Und nun glaube ich es, fühle es langsam, dass ich wirklich gut kochen kann. Und dass sich meine Mitbewohner wirklich sehr darüber freuen, sogar manches Mal (und das sogar ziemlich oft) einer oder mehrere von ihnen sogar Tränen in den Augen haben, wenn sie etwas von mir Zubereitetes zu sich nehmen. Auch gestern war das wieder der Fall. Da habe ich ein ziemlich schlichtes Gericht (auf jeden Fall für meine Verhältnisse) gekocht. Und das war eine Möhren-Ingwer-Kokosnusssuppe (mit ein bisschen Butter, sonst nichts). Und dazu gab es – für die, die noch etwas Fleisch dazu brauchen – eine Bacon-Erdnussbutter-Rosinen-Soße, mit etwas Chili, Salz und Zucker. Und: Mit gaaanz viel Liebe. Und Freude. Und Achtsamkeit.

Meine Güte, war das lecker – und (letztendlich) so einfach zu kochen. Das werde ich mal wiederholen. Oder auch nicht. Denn ich fließe über von Rezepten. Manchmal träume ich sogar von ihnen oder von „nur“ einer Zutat, um die sich dann, wenn ich begonnen habe, mit dieser einen Zutat zu kochen, nach und nach, wie bei einem roten Faden, alle anderen Zutaten „zeigen/legen“, bis das gesamte Gericht „vollendet“ ist. Ich channel dann sozusagen das jeweilige Gericht, manches Mal bis auf das letzte noch so kleine Gewürz, welches dann auch noch mit hinein muss, um dieses spezielle (für mich manches Mal ganz neue, noch nie irgendwo mal so gesehenes oder geschmecktes) Gericht wirklich ganz „rund/ganz vollständig“ herzustellen/zu machen.

Aber/Und: Den geistigen Welten gefällt es, meinen Mitbewohnern gefällt es, meinen Freunden und Geschäftspartner gefällt es – und mir inzwischen auch.

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